Vom 7. bis zum 10. Januar waren wir auf Gedenkstättenfahrt in Krakau und diese Tage waren eine echt intensive Mischung aus Geschichte, Kultur Und Gemeinschaft. Unsere Reise begann am ersten Abend direkt mit einem kulinarischen Highlight, als wir gemeinsam traditionell polnisch essen gegangen sind, um einen ersten Eindruck vom Land zu bekommen. Der nächste Tag startete dann mit einer sehr lehrreichen Tour durch das jüdische Viertel ‚Kazimierz‘. Ein besonderer Moment war dabei das Treffen mit Miriam. Sie ist Jüdin und auch als Influencerin auf Social Media, wie zum Beispiel auf Instagram, aktiv. Dort gibt sie Einblicke in ihr jüdisches orthodoxes Leben in Polen. Das Gespräch mit ihr war sehr offen, sie hat uns nicht nur viel über das Judentum erzählt, sondern auch über Probleme, die es heute immer noch gibt, wie zum Beispiel Antisemitismus. Das hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit diesen Themen zu beschäftigen.
Nach diesem eher ernsten Teil hatten wir Freizeit und konnten die Stadt auf eigene Faust erkunden. Wir sind in Kleingruppen durch die verschiedensten Läden gezogen, haben Klamotten geshoppt und lokale Speisen probiert, was nach dem langen Vormittag eine gute Abwechslung war. Am Abend haben wir uns dann alle zum Neonlicht-Minigolf getroffen, was als Gruppe richtig Spaß gemacht hat.
Der dritte Tag war dann der emotionalste Teil der Fahrt, da wir die Gedenkstätte Auschwitz besucht haben. Dort haben wir viel über die dunkle Vergangenheit dieses Ortes gelernt. Es war ein krasser Moment, der uns verdeutlicht hat, wie schnell sich Menschen an Leid gewöhnen oder es verdrängen können, wenn der Schrecken zur Normalität wird.
Den letzten Abend in Polen haben wir noch einmal bei einem gemeinsamen Essen verbracht. Dabei haben wir die Zeit genutzt, um die vielen Eindrücke der letzten Tage zu reflektieren und über das Erlebte zu sprechen. Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder zurück nach Berlin. Insgesamt haben wir auf dieser Fahrt nicht nur viel über die traditionelle polnische Küche gelernt, sondern vor allem die Kultur und die Religion der Juden besser kennengelernt. Insbesondere haben wir wichtige Einblicke in unsere Geschichte bekommen.
In Auschwitz hat die Gruppe die Aufgabe erhalten Steine zu legen, um an die Menschen in Auschwitz zu erinnern. Im Judentum hat der Stein auf dem Grab von Toten eine besondere Bedeutung.
Hier einige Beispiele der Schilderungen:

Tobias Raupach, 13WEI
Corinna Ambroczynski