Am Ende des 3. Semesters (Grundlagen und Anwendungsfelder der Genetik) besuchte der Bio-Leistungskurs der 13. Klasse von Herrn Mundt die Lise-Meitner-Schule, um dort im Lise Lab ihre eigene DNA zu isolieren und somit erstmals praktische Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln.
Zu Beginn machten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Eppendorf-Pipette vertraut. Dazu sollten sie unterschiedlich große Mengen einer blauen Flüssigkeit tropfenförmig auf ein laminiertes Blatt pipettieren. Nachdem dies bei allen erfolgreich funktioniert hatte und die Leiterin des Experiments ihr Einverständnis gegeben hatte, durfte der Kurs mit der DNA-Isolation beginnen.
Zunächst nahmen die Schülerinnen und Schüler ein Stäbchen und strichen damit über die Innenseite ihrer Wange, um Zellen der Mundschleimhaut aufzunehmen. Anschließend wurde das Stäbchen in ein kleines Reaktionsgefäß mit bereits vorhandener Flüssigkeit gesteckt und mehrmals umgerührt, sodass sich die Zell- und Kernmembranen auflösten und damit die DNA im Reaktionsgefäß für weiter Schritte verfügbar war.
Die Reaktionsgefäße wurden anschließend in eine Zentrifuge gestellt. Eine Zentrifuge ist ein Gerät, das sich sehr schnell dreht, ähnlich wie eine Waschmaschine, jedoch mit deutlich höherer Geschwindigkeit. Die Proben blieben dort etwa 30 Sekunden. Danach wurden die Reaktionsgefäße entnommen und in einen Thermocycler gestellt, in dem die Flüssigkeit auf 95 °C erhitzt wurde.
Nach dem Erhitzen wurde mit der Mikropipette der sogenannte PCR-Mix hinzugegeben. Dieser bestand aus Aqua destillata, Master-Mix, Q-Solution und Primer-Mix. Anschließend wurden die Reaktionsgefäße erneut zentrifugiert und wieder in den Thermocycler gestellt. Der cyclische Vorgang wurde insgesamt fünfmal durchgeführt, wobei die Proben jeweils auf 57 °C und 72 °C erhitzt wurden.
Im nächsten Schritt erhielten die Schülerinnen und Schüler anstelle des PCR-Mixes eine blaue Flüssigkeit. Diese durfte ausschließlich mit Handschuhen und einer Mikropipette verwendet werden, da sie krebserregend ist. Die blaue Flüssigkeit erleichtert die spätere Sichtbarkeit der DNA. Währenddessen bereitete die Leiterin des Experiments die Agarose-Gel-Elektrophorese vor.
Nachdem die blaue Flüssigkeit hinzugefügt worden war, wurden die Reaktionsgefäße ein letztes Mal zentrifugiert. Anschließend wurde die Flüssigkeit mit einer Mikropipette aufgenommen und vorsichtig in spezielle „Taschen“ (Vertiefungen) des Gels eingebracht. Danach wurde die Agarose-Gel-Elektrophorese gestartet. Dabei werden die Moleküle in einem elektrischen Feld nach ihrer Größe und Ladung getrennt.
Zum Schluss wurde das Gel in ein spezielles Auswertungsgerät gestellt, sodass die DNA sichtbar gemacht werden konnte. Leider funktionierte das Experiment an diesem Tag nicht optimal, sodass die DNA-Banden nur schwer erkennbar waren.
Dennoch brachte uns der Tag interessante Einblicke in die Laborarbeit zur Bestimmung genetischer Merkmale und rundete damit zuvor gewonnene theoretische Kenntnisse ab.
Andreas Mundt
Zu sehen: Die 11.DE2 im Gripstheater auf der Bühne- aber erst nach der Vorstellung- mitgerissen von der Welle…
oder besser von “Die Welle”, inszeniert nach dem Roman von Morton Rhue. Wie entsteht ein rechtes Wir-Gefühl, eine identitäre Bewegung, die alle ausschließt, die aus willkürlichen Gründen nicht dazugehören wollen oder sollen. Dieser Frage gehen der Roman und die Bühnenversion nach und wir, unser Kurs, setzte sich mit dieser Frage auseinander.
Eine wunderbar mitreißende Vorstellung, die wir allen empfehlen wollen, die sich dafür interessieren, wie faschistische Strukturen entstehen und wie sie emotional auf das Individuum einwirken, das zum Teil einer gleichgeschalteten Masse wird.
Sie lohnt sich!
Renate Heeren und der Deutsch-Kurs DE2
Am Freitag, den 23.01.2026, war der Grundkurs Kunst, Klasse 12, von Frau Zawichowski im C/O Berlin zu Besuch. Es gab dort verschiedene Räume, in denen viele verschiedene Fotografien ausgestellt wurden. In einem Raum waren zum Beispiel Arbeiten der Fotografin Lisa Barnard zu sehen. Lisa Barnard beschäftigt sich mit Wahrnehmung im Spannungsfeld zwischen menschlicher und maschineller Erfahrung. Des Weiteren entwickelte Isadora Romero eine vielschichtige visuelle Erzählung über zwei Nebelwälder ihres Heimatlandes: die Gemeinde Yunguilla im Biosphärenreservat Chocó Andino de Pichincha nahe der Hauptstadt Quito und das Reservat Mache-Chindul nahe der Pazifikküste. Im Erdgeschoss des Museums waren zahlreiche Fotografinnen der Foto-Agentur Magnum mit ihren Dokumentarfotografien zu sehen. Diese wurden auf unterschiedlichste Art und Weise dargestellt. Sie wurden entweder mit Nadeln an die Wand gesteckt, mit einem Bilderrahmen angehangen, direkt auf die Wand gedruckt oder in Form eines Leporellos dargestellt.
Im Anschluss an eine Führung durch das Museum erstellten die Schüler selber Straßenfotografien. Dabei sollten sie innerhalb etwa einer Stunde den Bereich um den Bahnhof Zoo herum fotografisch erkunden und nach bestimmten „Triggern“ suchen, die sie zu ihren Fotografien anregten (z.B. Spiegelung, Winterjacke, Fahrzeug). Jeder Schüler musste mindestens 5 Fotografien machen. In der darauffolgenden Unterrichtsstunde wurden dann die besten 5 Fotografien gekürt.
Arvid Wiesenthal
GKU1
Vom 7. bis zum 10. Januar waren wir auf Gedenkstättenfahrt in Krakau und diese Tage waren eine echt intensive Mischung aus Geschichte, Kultur Und Gemeinschaft. Unsere Reise begann am ersten Abend direkt mit einem kulinarischen Highlight, als wir gemeinsam traditionell polnisch essen gegangen sind, um einen ersten Eindruck vom Land zu bekommen. Der nächste Tag startete dann mit einer sehr lehrreichen Tour durch das jüdische Viertel ‚Kazimierz‘. Ein besonderer Moment war dabei das Treffen mit Miriam. Sie ist Jüdin und auch als Influencerin auf Social Media, wie zum Beispiel auf Instagram, aktiv. Dort gibt sie Einblicke in ihr jüdisches orthodoxes Leben in Polen. Das Gespräch mit ihr war sehr offen, sie hat uns nicht nur viel über das Judentum erzählt, sondern auch über Probleme, die es heute immer noch gibt, wie zum Beispiel Antisemitismus. Das hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit diesen Themen zu beschäftigen.
Nach diesem eher ernsten Teil hatten wir Freizeit und konnten die Stadt auf eigene Faust erkunden. Wir sind in Kleingruppen durch die verschiedensten Läden gezogen, haben Klamotten geshoppt und lokale Speisen probiert, was nach dem langen Vormittag eine gute Abwechslung war. Am Abend haben wir uns dann alle zum Neonlicht-Minigolf getroffen, was als Gruppe richtig Spaß gemacht hat.
Der dritte Tag war dann der emotionalste Teil der Fahrt, da wir die Gedenkstätte Auschwitz besucht haben. Dort haben wir viel über die dunkle Vergangenheit dieses Ortes gelernt. Es war ein krasser Moment, der uns verdeutlicht hat, wie schnell sich Menschen an Leid gewöhnen oder es verdrängen können, wenn der Schrecken zur Normalität wird.
Den letzten Abend in Polen haben wir noch einmal bei einem gemeinsamen Essen verbracht. Dabei haben wir die Zeit genutzt, um die vielen Eindrücke der letzten Tage zu reflektieren und über das Erlebte zu sprechen. Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder zurück nach Berlin. Insgesamt haben wir auf dieser Fahrt nicht nur viel über die traditionelle polnische Küche gelernt, sondern vor allem die Kultur und die Religion der Juden besser kennengelernt. Insbesondere haben wir wichtige Einblicke in unsere Geschichte bekommen.
Weiterlesen: Gedenkstättenfahrt des 13. Jahrgangs nach Krakau
Am 18.11.25 besuchte der Französischkurs der Klassen 9.1 und 9.2 die Cinéfête. Die Cinéfête ist ein französisches Jugendfilmfestival, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Schülerinnen und Schülern die französische Sprache und Kultur näherzubringen.
Im Rahmen der Cinéfête sahen wir den Film Louise Violet. Dieser handelt von einer Lehrerin im späten 19. Jahrhundert, als in Frankreich die Schulpflicht eingeführt wurde. Sie kommt in ein kleines Dorf, um die Kinder im Lesen, Schreiben und Rechnen zu unterrichten, stößt dabei jedoch auf große Skepsis und Kritik seitens der Eltern und Dorfbewohner.
Der Film war sehr interessant und eindrucksvoll. Besonders gut gefiel uns als Französischkurs, dass wir unsere Sprachkenntnisse einmal auf eine andere Art als im regulären Unterricht anwenden konnten und gleichzeitig einen kulturellen Einblick in ein anderes Land sowie in eine vergangene Epoche erhielten.
WFrz1 + K. Bergunde
(Text verfasst von Helene Fechner, Klasse 9.1)
Auch dieses Jahr sind Schülerinnen und Schüler der GSV auf SV-Fahrt gefahren. Vom 25.-28. November waren unsere motivierten Schüler*innen am Werbellinsee. Wir wurden vom Mehr als lernen Team begrüßt und am ersten Tag miteinander intensiver vertraut gemacht. Dabei haben wir viel über die Schule und den Schulalltag reflektiert und uns dazu Feedback notiert. Die nächsten Tage haben wir mit der Findung und Umsetzung verschiedenster Projekte verbracht, wobei wir auch unterschiedliche Workshops bekommen haben, bei denen der Workshop zum Thema Rechtsextremismus die meisten Schüler*innen begeistert hat und wir uns sehr intensiv über die Thematik austauschen konnten. Dabei war die Spontanität der Teamer herausragend, da auf Fragen schnell recherchiert und geantwortet wurde. Am Ende jedes Tages hat unsere GSV zusammen nochmal Zeit verbracht. Abends wurden Spiele gespielt, getanzt und sich über den Tag ausgetauscht. Schlussendlich kann man sagen, dass auf dieser SV-Fahrt viele Projekte angefangen und bereits umgesetzt wurden. Was aber mindestens genauso wichtig ist: die GSV ist mit dieser Fahrt wieder ein Stück weiter zusammengewachsen.
Euer SV-Team Emilia und Lara-Marie
Seit vielen Jahren ist der Besuch des Kurzfilmfestivals Bestandteil des Französischunterrichts. Die kreativen Kurzfilme, die dort im französischen Sprachprogramm gezeigt werden, sind anders als das, was man sonst so auf Netflix & Co streamt. Geschichten junger Menschen aus Frankreich, Belgien oder Québec laden dazu ein, sich auf andere Perspektiven einzulassen und mit diversen Themen oder Grenzerfahrungen auseinander zu setzen. Die Geschichte von Pippa, die mit ihrem Sohn in einem Heim für minderjährige Mütter lebt, gewann in diesem Jahr unsere interne Filmwertung.
Alle Filme waren sprachlich sehr anspruchsvoll und insbesondere das Französisch aus Québec ist für einen Sprachanfänger schwer zu verstehen. Untertitel gibt es nur auf Französisch.
Umso besser, dass inhaltliche Fragen im Anschluss an die Filmpräsentation in entspannter Atmosphäre direkt mit dem netten Moderationsteam und den anwesenden Regisseurinnen geklärt werden können. Außer uns ist nur eine weitere Gymnasialklasse im kleinen Kinosaal. Sie stellen die Fragen, die auch uns bewegen, für deren Formulierung wir aber etwas länger brauchen als die spracherprobteren Elftklässler. Trotzdem - das französische Sprachbad ist ein echter Ohrenschmaus!
M. Mencke + WFrz 2
