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Am 28.05.26 hieß es: Ausflug, statt Schule! Denn unser Deutsch Wahlkurs 11 traf sich im Atze Musiktheater, um jungen Poetry Slam-Künstler*innen bis 22 Jahre und ihren selbstgeschriebenen Texten zu lauschen.

Poetry Slam ist ein Wettbewerb mit poetischen Texten. Wer einen Slam gewinnen möchte, muss das Publikum überzeugen - sowohl inhaltlich als auch mit der persönlichen Vortragsweise. Das Besondere: Das Publikum wird selbst Teil des Wettbewerbs. Denn wer gewinnt, entscheiden die Zuschauenden - per Applaus. Die Person, die den lautesten Applaus erhält, gewinnt den Slam. An diesem Abend waren es die Berliner Kiezpoeten, welche den "Slam der Jugend" austrugen.

Die jungen Künstler*innen präsentierten Texte über die Themen ihrer Generation. Von Reflektionen oder Weiblichkeit und Dating, über die Herausforderungen einer Führerscheinprüfung war alles mit dabei. Ebenso sehr persönliche Themen wie der Beziehung zu den Großeltern oder der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper waren vertreten. Am Ende gewann ein Text über Identität und Schönheitsideale.

Der Favorit des Wahlkurses war ein Text über eine Liebe im 2. Weltkrieg. Die Exkursion hat dem Deutschkurs insgesamt gut gefallen. Wir empfehlen anderen Lernenden ebenfalls, einen “Slam der Jugend” bei den Kiezpoeten zu besuchen!

Leonie Wingerath

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Die Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ in der Zitadelle Spandau zeigt Bildwerke und große Denkmale aus verschiedenen Zeiten der Berliner Geschichte. Diese Bauwerke stehen
heute nicht mehr auf den Straßen und Plätzen oder wurden von ihrem alten Platz weggenommen. Die Ausstellung macht deutlich, dass Denkmale nicht nur Kunstwerke sind. Sie zeigen auch immer
die politischen Ansichten und die Machtverhältnisse der damaligen Zeit. Ein wichtiger Kern der Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, wie die Menschen mit diesen
Objekten umgehen, wenn sich ihre Bedeutung verändert. Viele der gezeigten Arbeiten stammen aus sehr verschiedenen Zeiten der Politik, von der Zeit des Kaisers über die Nationalsozialisten bis
hin zur DDR. Sie wurden damals aus dem Stadtbild entfernt, weil ihre Aussage nicht mehr zu den heutigen Werten passte.
Zu den ausgestellten Stücken gehört auch das „Schreitende Pferd“ von Josef Thorak. Es stammt aus der Zeit der Nationalsozialisten und war ein Teil der riesigen Anlage der Neuen Reichskanzlei
in Berlin. Die Figur sollte Macht, Stärke und Größe darstellen. Damit war sie ein fester Teil der damaligen politischen Bauwerke. Nach dem Jahr 1945 wurde sie weggenommen. Heute ist sie in
der Sammlung der Zitadelle zu sehen und wird dort geschichtlich erklärt und untersucht. Schon vor dem Besuch hatten die Schülerinnen und Schüler ganz genaue Wünsche: Sie
wünschten sich eine genaue Erklärung darüber, warum diese Denkmale aus dem Stadtbild weggenommen wurden. Auch die Geschichten im Hintergrund dieser schweren Objekte
interessierten sie sehr. Gleichzeitig war den Jugendlichen wichtig, dass der Rundgang lebendig gestaltet ist, Freude bringt und auf keinen Fall langweilig wird.
Die Ausstellung zeigte diese Arbeiten glücklicherweise nicht einzeln oder feiernd, sondern erklärte sie mit gutem geschichtlichem Wissen. Dadurch konnte man verstehen, wie stark sich die
Bedeutung von Denkmalen im Laufe der Zeit verändern kann. Es wurde auch klar, warum der Umgang mit ihnen bis heute sehr gefühlvolle Gespräche über das Erinnern und die Geschichte
hervorruft.Insgesamt regte die Ausstellung dazu an, das eigene Nachdenken über Denkmale auf öffentlichen Plätzen zu prüfen. Man versteht besser, dass sie immer auch die Zeit abbilden, in der sie gebaut
wurden. Am Ende des Tages waren sich alle einig: Die Wünsche der Schülerinnen und Schüler wurden ganz erfüllt. Der Rundgang war fachlich sehr lehrreich, aber auch dauerhaft spannend und kurzweilig aufgebaut.

Maria Sommerau

 

 

 

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Vom 1. bis 15. Mai hatte ich die Gelegenheit, zwei Wochen in Sarzeau in Frankreich bei einer befreundeten Familie zu verbringen. Während dieser Zeit konnte ich nicht nur die französische Kultur kennenlernen, sondern auch einen Einblick in den Alltag vor Ort gewinnen.

Besonders spannend war für mich der Besuch einer französischen Schule. Dadurch konnte ich Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum deutschen Schulsystem beobachten und erleben, wie der Unterricht in Frankreich abläuft. Auch außerhalb der Schule habe ich viel über die französische Lebensweise erfahren, zum Beispiel durch gemeinsame Aktivitäten mit der Gastfamilie und den täglichen Umgang miteinander.

Die Zeit in Frankreich hat mir viele neue Eindrücke vermittelt und mir geholfen, Land, Leute und Kultur besser kennenzulernen. Insgesamt war der Aufenthalt eine wertvolle Erfahrung, an die ich gerne zurückdenke.

Leonie Gericke, Klasse 9.2

Russisch

 

Am 22. Mai fand an unserer Schule die schulinterne Runde des Wettbewerbs Bundescup "Spielend Russisch lernen“ statt. Dieser Wettbewerb ist ein interaktives Format, das spielerisch die russische Sprache vermittelt, Mehrsprachigkeit und das Miteinander fördert.

Teilgenommen haben Schülerinnen und Schüler des 8. und 9. Jahrgangs. Sie traten in Zweierteams gegeneinander an und spielten das Sprachlernspiel "New Amici".  Nur ein Teammitglied durfte über Russischkenntnisse verfügen. Ziel des Spiels ist es, dass alle Teilnehmenden – insbesondere diejenigen ohne Vorkenntnisse – im Laufe der drei Spielrunden russische Begriffe und Wendungen erlernen bzw festigen.

In insgesamt drei spannenden Spielrunden konnten sich schließlich Sarah und Marcel aus der 8.4. durchsetzen. Sie werden unsere Schule im November auf Bundesebene vertreten!

Ein besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, die sich auf dieses Experiment eingelassen und in ihren Klassen Spielpartner gefunden haben.

H.Vanetsyan + M. Mencke

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Am 12.05.26 besuchten wir mit dem Geschichtsleistungskurs das Museum Knoblauchhaus im Nikolaiviertel. Das Knoblauchhaus war von 1760 bis 1929 der Hauptwohnsitz der Berliner Kaufmannsfamilie Knoblauch. Ihren Wohlstand erreichte die Familie zunächst im Drahtziehergewerbe und baute ihn dann durch Seidenhandel aus. Das Haus, das unter anderem als Laden für die Seiden- und Tuchwaren der Familie diente, gilt als ein Paradebeispiel für die damalige Biedermeierepoche. Im Rahmen eines Workshops stellten wir gemeinsam die wichtigsten historischen Entwicklungen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kunst und Forschung von 1815 (Gründung des Deutschen Bundes) bis 1848 (Märzrevolution) auf einem Zeitstrahl dar. In dieser Zeit waren viele Bürgerliche enttäuscht von der Politik und suchten daher Rückzug in den privaten und familiären Bereich. Typische Merkmale für diese Zeit konnten wir in der anschließenden Führung durch die Daueraustellung des Museums besichtigen. In den originalgetreu eingerichteten Räumen erhielten wir interessante Einblicke in die Wohnkultur, die Einrichtung und die Kunst der damaligen Zeit. Highlights der Ausstellung waren unter anderem ein Laufrad für Erwachsene und das Sterbebett Alexander von Humboldts. Der Besuch des Museums hat uns eine konkrete Vorstellung des bürgerlichen Lebens und ein besseres Verständnis von politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen in der Epoche des Biedermeier vermittelt.

Jakob Wolf

 

Am 07.05.2026 haben wir als Geschichtskurs (GGE3) eine sehr interessante Exkursion ins Humboldt Forum gemacht. Dort haben wir viel über die Geschichte des Humboldt Forums erfahren und wurden durch eine interessante Ausstellung geführt.

Besonders beeindruckend war der Teil über die deutsche Kolonialzeit und darüber, wie Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden kann. Diese verschiedenen Sichtweisen wurden uns zusätzlich in einer eindrucksvollen Bildausstellung zur Kolonialisierung Brasiliens nähergebracht. Zum Schluss durften wir in Gruppen kreative Plakate zum Thema „unerzählte Geschichte" unserer Generation gestalten, wobei viele spannende und eindrucksvolle Werke entstanden sind. Themen waren dabei der Leistungsdruck, Klimawandel, Berichterstattungen oder die eurozentristische Sichtweise der Welt.

Paul Heinrich

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 Der Jahresbeginn an der Merian-Schule stand unter dem Stern des Bewegten Lernens – ein Konzept, das der Notwendigkeit körperlicher Aktivität in einem doch sonst so sitz-intensiven Umfeld Rechnung trägt. Schüler*innen die stehend dem Unterricht folgen, kreative Sitzgelegenheiten schaffen, oder sich in den Pausen bei Football über T-Ball bis Breakdance, angeleitet von verschiedenen Vereinen, verausgabten waren in diesen Wochen keine Seltenheit.

Nicht nur im Unterricht und in den Pausen haben die Schüler*innen ihre Köpfe durch körperliche Aktivität wachgehalten, auch in ihrer Freizeit waren sie motiviert alles an Bewegung rauszuholen. Begleitet wurden die bewegten Wochen nämlich von einer Schrittzählerchallenge, in welcher die Klassen mit von der DEGEWO bereitgestellten Schrittzählern über zwei Wochen Schritte sammelten, um sich damit am Ende einen attraktiven Preis zu verdienen.

Wie attraktiv der Preis ist wurde dann mit der Verleihung bekannt: Hauptgewinn war nämlich eine Führung durch das Stadion des 1. FC Union Berlin. Mit gewiefter Organisation, ausgeklügelter Planung, stringenter Disziplin und der ein oder anderen sehr aktiven Pause gelang es der 9.2 der Merian-Schule sich genau diesen attraktiven Preis zu sichern. Nach großem Jubeln (insbesondere bei den eingefleischten Unioner*innen der Klasse) war es nun endlich soweit.

Am 20.03.2026 hat Sven Fiedler, langjähriger Trainer der U17-Frauenmannschaft von Union, die interessierte Truppe durch die Alte Försterei geführt. Stolz wurden Union-Shirts und -Schale zur Schau getragen, man durfte sich als Pressesprecher probieren, die Gastkabine genauestens begutachten, und sogar die Luft der oberen Ränge in den VIP-Lounges schnuppern.

Wir möchten uns bei dem Team der Kolleg*innen bedanken, die sich seit Jahren für das Bewegte Lernen an der Merian-Schule stark machen und den Schüler*innen nicht nur mit diesem Wettbewerb eine tolle Erfahrung schenkten, sondern auch nachhaltig versuchen den Unterricht schüler*innenfreundlicher zu gestalten. Weiterhin möchten wir uns bei Herrn Fiedler für die tolle Führung, unter anderem bei den Vereinen Friedrichshagener EV, Inazuma, Razorbacks, Köpenicker Hockey-Union.e.V und Dancepoint für die tatkräftige Unterstützung, und bei der DEGEWO für die Bereitstellung der Schrittzähler bedanken!

A. Waltrich

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Am Ende des 3. Semesters (Grundlagen und Anwendungsfelder der Genetik) besuchte der Bio-Leistungskurs der 13. Klasse von Herrn Mundt die Lise-Meitner-Schule, um dort im Lise Lab ihre eigene DNA zu isolieren und somit erstmals praktische Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln.

Zu Beginn machten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Eppendorf-Pipette vertraut. Dazu sollten sie unterschiedlich große Mengen einer blauen Flüssigkeit tropfenförmig auf ein laminiertes Blatt pipettieren. Nachdem dies bei allen erfolgreich funktioniert hatte und die Leiterin des Experiments ihr Einverständnis gegeben hatte, durfte der Kurs mit der DNA-Isolation beginnen.

Zunächst nahmen die Schülerinnen und Schüler ein Stäbchen und strichen damit über die Innenseite ihrer Wange, um Zellen der Mundschleimhaut aufzunehmen. Anschließend wurde das Stäbchen in ein kleines Reaktionsgefäß mit bereits vorhandener Flüssigkeit gesteckt und mehrmals umgerührt, sodass sich die Zell- und Kernmembranen auflösten und damit die DNA im Reaktionsgefäß für weiter Schritte verfügbar war.

Die Reaktionsgefäße wurden anschließend in eine Zentrifuge gestellt. Eine Zentrifuge ist ein Gerät, das sich sehr schnell dreht, ähnlich wie eine Waschmaschine, jedoch mit deutlich höherer Geschwindigkeit. Die Proben blieben dort etwa 30 Sekunden. Danach wurden die Reaktionsgefäße entnommen und in einen Thermocycler gestellt, in dem die Flüssigkeit auf 95 °C erhitzt wurde.

Nach dem Erhitzen wurde mit der Mikropipette der sogenannte PCR-Mix hinzugegeben. Dieser bestand aus Aqua destillata, Master-Mix, Q-Solution und Primer-Mix. Anschließend wurden die Reaktionsgefäße erneut zentrifugiert und wieder in den Thermocycler gestellt. Der cyclische Vorgang wurde insgesamt fünfmal durchgeführt, wobei die Proben jeweils auf 57 °C und 72 °C erhitzt wurden.

Im nächsten Schritt erhielten die Schülerinnen und Schüler anstelle des PCR-Mixes eine blaue Flüssigkeit. Diese durfte ausschließlich mit Handschuhen und einer Mikropipette verwendet werden, da sie krebserregend ist. Die blaue Flüssigkeit erleichtert die spätere Sichtbarkeit der DNA. Währenddessen bereitete die Leiterin des Experiments die Agarose-Gel-Elektrophorese vor.

Nachdem die blaue Flüssigkeit hinzugefügt worden war, wurden die Reaktionsgefäße ein letztes Mal zentrifugiert. Anschließend wurde die Flüssigkeit mit einer Mikropipette aufgenommen und vorsichtig in spezielle „Taschen“ (Vertiefungen) des Gels eingebracht. Danach wurde die Agarose-Gel-Elektrophorese gestartet. Dabei werden die Moleküle in einem elektrischen Feld nach ihrer Größe und Ladung getrennt.

Zum Schluss wurde das Gel in ein spezielles Auswertungsgerät gestellt, sodass die DNA sichtbar gemacht werden konnte. Leider funktionierte das Experiment an diesem Tag nicht optimal, sodass die DNA-Banden nur schwer erkennbar waren.

Dennoch brachte uns der Tag interessante Einblicke in die Laborarbeit zur Bestimmung genetischer Merkmale und rundete damit zuvor gewonnene theoretische Kenntnisse ab.

 

Andreas Mundt